Freitag, November 24, 2006
Sommergrippe
Also da war ja dieser Vortrag. Ich hab ihn mir dann muehselig auf deutsch zusammengeschrieben, nachdem ich staendig irgendwelche Freunde damit belaestigen musste, ihren Rechner zu verwenden, danach dann Wort fuer Wort auf Spanisch uebersetzt und dann meinen Mitbewohnern vorgelegt, die es dann in ein vortragsfaehiges Spanisch uebersetzen sollten. Das ganze hab ich mir dann wieder (per Hand) vollstaendig in meinen Block geschrieben und da ich keine Lust hatte das alles auswendig zu lernen, halt vorgelesen. War schon etwas bloed und ich hab auch keine Ahnung ob irgendwer irgendwas verstanden hat (ist mir eigentlich auch ziemlich egal), aber endlich hab ich es hinter mir.
Bis heute...
Beide Vorlesungen die ich habe teilen sich jeweils zwei Professoren und so kam es, dass mir heute verkuendet wurde, dass ich ausgerechnet ueber mein Hassthema Astronomie einen weiteren Vortrag in diesem Fach halten darf. *brech* *wuerg*
Ich werd wohl Montag mal fragen ob ich vielleicht das Thema tauschen darf.
Mittlerweile ist das Wetter auch kuehler geworden in Spanien und Nachts kann die Temperatur schon mal auf 10º (also fast Frost) fallen und da die ganze Lebensarts hier irgendwann doch ihren Tribut fordert, hab ich mich auch leicht erkaeltet. Aus diesem Grund und deshalb, weil wir das Wochenende nach Alpujarra fahren wollten, hab ich mir dann mal nen Schal gekauft, was gar nicht so leicht war.
Das beste waere wohl gewesen einfach in nen Frauenladen zu gehen (da gibt's dann genuegend Auswahl und es ist auch billiger), aber irgendwie hab ich mich nicht getraut. Paar Tage spaeter haben wir uns noch ne nette Geschichte dazu ausgedacht: Ich haette mich dann ja an der Kasse so mit den Worten: 'ist fuer meine Freundin' rechtfertigen koennen, nur - stehen Frauen auf schlichte, einfache Schals? Ich weiss ja nicht und in diesem Zusammenhang haette dann die Verkaeuferin angefangen mich zu beraten und nach einer Weile in diesem Geschaeft, haette ich dieses dann mit einem teueren und vorallem nicht mehr MEINEN Wuenschen entsprechenden Schal, wieder verlassen. (tolle Idee fuer ne Werbung)
Alpujarra ist eine Region, die in der verschneiten Gebrigskette (sierra nevada) liegt und aus mehreren kleinen, weissen Doerfern besteht, die von schoener Natur umgeben sind.
Unser Quartier (ich hab den Namen des Ortes vergessen, ist aber auch egal, weil ihn sicher eh keiner kennt) war eine Ferienhaeuser Siedlung 'de puta madre' (das ist uebrigens positiv! ;-))! Alles so ein bisschen im spanischen, weisse Haeuser, Stil - zwei Baeder, zwei Zimmer á zwei Betten und in der oberen Etwage: jetzt festhalten! ein reisen Salon mit Kamin, Sofas, Kueche, Fernseher (auf dem, zu unserer Ueberaschung, deutsche Sender kamen) Terasse und und und.
Samstag und Sonntag haben wir jeweils eine Wanderung in die Berge unternommen (mit mini-Schneeballschlacht) und am Abend gab's ne Party bei einem Italiener.
Da ich sowieso schon etwas angeschlagen war, hat mir dieses Wochenende den Rest gegeben und so hab ich den Grossteil dieser Woche im Bett verbracht. Selbst schuld.
(Seit heute geht's auch halbwegs wieder)
Zwei Deutsche haben mir mal erzaehlt, dass sie sich hier zum Badminton eingeschrieben haben und da konnte ich nicht anders, als letzten Dienstag mal vorbei zu schauen, zumal sie meinten, dass einige von dort ganz gut spielen sollten. Das klingt vielleicht arrogant (wahrscheinlich ist es das auch ein bisschen), aber wer die Einteilung im Jenaer Hochschulsport kennt: da war keiner besser als Fortgeschrittene I! Bis auf schmettern (und das nicht mal gut) war da gar nichts. Ich hab mich dann mal mit dem Trainer unterhalten und er meinte es gaebe einen Verein, den ich dann doch vorziehen wuerde, wenn ich wieder fit zum Spielen bin.
Spanische Episoden VI:
*Colchones (Matratzen): wer mich kennt, weiss dass ich nicht grade der kleinste bin und wer's jetzt genauer wissen will: 186cm. Die Matratzen und damit auch die Betten in Spanien haben ein Standardmass von 180cm. Das hat dann, wie man sich leicht vorstellen kann, fuer mich zur Folge dass irgendein Koerperteil nicht mehr drauf passt, aber ich hab mich damit schon gut arrengiert. Ich kenne aber einen Deutschen, welcher noch gut 10cm groesser ist als ich. Das Ding ist: sein Bett (auch 180cm) passt grade so und sein winziges Zimmer. Wo bei mir dann die Fuesse raushaengen ist bei ihm die Wand. *lol*
*Fatamorgana: hat sich eigentlich noch niemand gewundert warum das bei uns im deutschen so heisst? Also wirklich deutsch klingt das Wort nun nicht. Als ich es dann mal als Uebersetzung im Spanischkurs aufgeschrieben hatte, fing die Italierin neben mir an zu lachen. Dort heisst eine Hexe in der Merlin-(der Zauberer) saga so. Keine Ahnung wie die bei uns heisst.
Also da war ja dieser Vortrag. Ich hab ihn mir dann muehselig auf deutsch zusammengeschrieben, nachdem ich staendig irgendwelche Freunde damit belaestigen musste, ihren Rechner zu verwenden, danach dann Wort fuer Wort auf Spanisch uebersetzt und dann meinen Mitbewohnern vorgelegt, die es dann in ein vortragsfaehiges Spanisch uebersetzen sollten. Das ganze hab ich mir dann wieder (per Hand) vollstaendig in meinen Block geschrieben und da ich keine Lust hatte das alles auswendig zu lernen, halt vorgelesen. War schon etwas bloed und ich hab auch keine Ahnung ob irgendwer irgendwas verstanden hat (ist mir eigentlich auch ziemlich egal), aber endlich hab ich es hinter mir.
Bis heute...
Beide Vorlesungen die ich habe teilen sich jeweils zwei Professoren und so kam es, dass mir heute verkuendet wurde, dass ich ausgerechnet ueber mein Hassthema Astronomie einen weiteren Vortrag in diesem Fach halten darf. *brech* *wuerg*
Ich werd wohl Montag mal fragen ob ich vielleicht das Thema tauschen darf.
Mittlerweile ist das Wetter auch kuehler geworden in Spanien und Nachts kann die Temperatur schon mal auf 10º (also fast Frost) fallen und da die ganze Lebensarts hier irgendwann doch ihren Tribut fordert, hab ich mich auch leicht erkaeltet. Aus diesem Grund und deshalb, weil wir das Wochenende nach Alpujarra fahren wollten, hab ich mir dann mal nen Schal gekauft, was gar nicht so leicht war.
Das beste waere wohl gewesen einfach in nen Frauenladen zu gehen (da gibt's dann genuegend Auswahl und es ist auch billiger), aber irgendwie hab ich mich nicht getraut. Paar Tage spaeter haben wir uns noch ne nette Geschichte dazu ausgedacht: Ich haette mich dann ja an der Kasse so mit den Worten: 'ist fuer meine Freundin' rechtfertigen koennen, nur - stehen Frauen auf schlichte, einfache Schals? Ich weiss ja nicht und in diesem Zusammenhang haette dann die Verkaeuferin angefangen mich zu beraten und nach einer Weile in diesem Geschaeft, haette ich dieses dann mit einem teueren und vorallem nicht mehr MEINEN Wuenschen entsprechenden Schal, wieder verlassen. (tolle Idee fuer ne Werbung)
Alpujarra ist eine Region, die in der verschneiten Gebrigskette (sierra nevada) liegt und aus mehreren kleinen, weissen Doerfern besteht, die von schoener Natur umgeben sind.
Unser Quartier (ich hab den Namen des Ortes vergessen, ist aber auch egal, weil ihn sicher eh keiner kennt) war eine Ferienhaeuser Siedlung 'de puta madre' (das ist uebrigens positiv! ;-))! Alles so ein bisschen im spanischen, weisse Haeuser, Stil - zwei Baeder, zwei Zimmer á zwei Betten und in der oberen Etwage: jetzt festhalten! ein reisen Salon mit Kamin, Sofas, Kueche, Fernseher (auf dem, zu unserer Ueberaschung, deutsche Sender kamen) Terasse und und und.
Samstag und Sonntag haben wir jeweils eine Wanderung in die Berge unternommen (mit mini-Schneeballschlacht) und am Abend gab's ne Party bei einem Italiener.
Da ich sowieso schon etwas angeschlagen war, hat mir dieses Wochenende den Rest gegeben und so hab ich den Grossteil dieser Woche im Bett verbracht. Selbst schuld.
(Seit heute geht's auch halbwegs wieder)
Zwei Deutsche haben mir mal erzaehlt, dass sie sich hier zum Badminton eingeschrieben haben und da konnte ich nicht anders, als letzten Dienstag mal vorbei zu schauen, zumal sie meinten, dass einige von dort ganz gut spielen sollten. Das klingt vielleicht arrogant (wahrscheinlich ist es das auch ein bisschen), aber wer die Einteilung im Jenaer Hochschulsport kennt: da war keiner besser als Fortgeschrittene I! Bis auf schmettern (und das nicht mal gut) war da gar nichts. Ich hab mich dann mal mit dem Trainer unterhalten und er meinte es gaebe einen Verein, den ich dann doch vorziehen wuerde, wenn ich wieder fit zum Spielen bin.
Spanische Episoden VI:
*Colchones (Matratzen): wer mich kennt, weiss dass ich nicht grade der kleinste bin und wer's jetzt genauer wissen will: 186cm. Die Matratzen und damit auch die Betten in Spanien haben ein Standardmass von 180cm. Das hat dann, wie man sich leicht vorstellen kann, fuer mich zur Folge dass irgendein Koerperteil nicht mehr drauf passt, aber ich hab mich damit schon gut arrengiert. Ich kenne aber einen Deutschen, welcher noch gut 10cm groesser ist als ich. Das Ding ist: sein Bett (auch 180cm) passt grade so und sein winziges Zimmer. Wo bei mir dann die Fuesse raushaengen ist bei ihm die Wand. *lol*
*Fatamorgana: hat sich eigentlich noch niemand gewundert warum das bei uns im deutschen so heisst? Also wirklich deutsch klingt das Wort nun nicht. Als ich es dann mal als Uebersetzung im Spanischkurs aufgeschrieben hatte, fing die Italierin neben mir an zu lachen. Dort heisst eine Hexe in der Merlin-(der Zauberer) saga so. Keine Ahnung wie die bei uns heisst.
Freitag, November 10, 2006
Was bisher geschah: Teil III (ab 27.10.)
die Woche ist nicht viel erzählenswertes passiert, so dass ich gleich zum Highlight, dem Wochenende, komme.
MUSE (eine Band, die hoffentlich den meisten ein Begriff ist) hat in Madrid gespielt und ich bin mit einer Freundin von hier hingefahren. Die Bustickets (€15,-!!!) hab ich am Donnerstag schon gekauft, man weiß ja nie. Übrigens weiß ich jetzt auch warum es in Spanien wirklich überall diese kleinen Nummernzettelchen gibt mit denen man dann nacheinander aufgerufen wird. Diese gab es nemlich an der Estacion de Autobuses nicht und so gab es ein heilloses Durcheinander, wo sich mindestens fünf Leute vorgedrängelt haben. Ich glaub die Deutschen haben das ordnungsgemäße Anstehen schon in den Genen.
Freitag 10Uhr sollte es dann los gehen. Der Stadtbus braucht knappe 15Minuten und so haben wir uns 9:15 getroffen um zum Busbahnhof zu fahren. Wie ich vielleicht schon mal erwähnt habe gibt es hier für die Busse keine Fahrpläne. Aus gutem Grund. Wir haben wirklich bis fünf vor zehn gewartet. Dafür war das Umschreiben der Tickets dann kein Problem und wir fuhren halt eine Stunde später. Einige Stunden und zwei Liebesschnulzen später, wurden wir irgendwo in der Hauptstadt rausgeschmissen. Wir fanden dann eine Information in der wir nach unserem Weg fragen wollten, nur dass diese unbedingt englisch sprechen wollten und ich nicht so spontan die Sprachen wechseln kann, da ich schon ziemlich im Spanisch drin bin und dann immer so ein Spanglish oder besser Englañol spreche. Aber irgendwann sind wir doch in unserem, zwei Tage vorher im Internet gebuchtem, Hostal ankamen. Da nicht mehr viele frei waren, nahmen wir das Erstbeste, was auch nicht so toll-, aber durchaus ausreichend war.
Abends war dann das Konzert, welches sicherlich zu eins der besten, von mir gesehenen, gehört. Die Spanier haben auch wirklich jedes Lied mitgesungen und sind, soweit ich das beurteilen kann, bis in die letzte Reihe mitgesprungen.
Die Zwillingsschwester einer Freundin aus Granada studiert zur Zeit in Madrid, so dass wir sie dann auch gleich nach dem Konzert anriefen. Unglaublich: an einem Freitagabend in Spanien um 12Uhr nachts: sie war gerade wieder zu Hause und wollte schlafen. So sind wir auf eigene Faust los und saßen noch bis halb vier in einer Bar. Am nächsten Tag haben wir uns versucht uns die Stadt anzusehen. Versucht, da wir die Nacht kaum geschlafen hatten, da es in unserem Zimmer viel zu kalt und auch zu laut war. Dazu kam dass noch vier weitere mit in diesem schliefen die dann auch früh aufstanden. Aber sonst find ich Madrid sehr imposant, aber dadruch dass es extrem pompös ist, fehlt mir das persönliche an der Stadt. Granada ist doch immernoch mein Favorit. Sonntag haben wir vor unserer Heimfahrt noch den Prado besichtigt. Naja mir gefällt modere Kunst dann doch besser, da man nach dem 500sten Jesus es einfach nicht mehr sehen kann.
Dienstag hat uns in einer Vorlesung unser Prof eine Kopie mit der Frage vorgehalten, ob wir den wüssten was dies wäre. Es war ein Auge von innen. Man konnte die Nerven und Blutgefäße erkennen und nun wollte er wissen ob und wie man dies sehen könnte. Selbstverständich hatte keiner eine Ahnung, dabei ist es ganz leicht. Er gab uns eine kleine, wie er meinte, halbwegs monochromatische Lampe die wir uns seitlich ans Auge zu halten hatten. Toll, es klappte wirklich.
Halloween
Abends war dann Halloween und ich noch etwas planlos bin erstmal zu nem Kumpel gegangen. Wir tranken etwas und versuchten aus den Partyangeboten etwas sinnvolles, und vorallem in einer guten Reihenfolge, herauszufiltern. Schlussendlich machten wir uns, mit einem weiteren Deutschen und seiner Freundin, auf den Weg zu einer privaten Party, bei der keiner von uns wusste wer da eigentlich feiert. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern wie wir dazu gekommen sind. So standen wir vor der Tür und versuchten denen am anderen Ende klar zu machen das wir rein wollten, was irgendwie nicht klappte zumal wir noch nichteinmal verkleidet waren. Zufällig kam ein Spanier mit einem Schminkkoffer vorbei, den wir gleich ansprachen. So wurden wir dann von ihm auf der Straße angemalt und kamen durch ihn auch rein. Erstaunlicherweise kannte man dann dort wieder ein Haufen Leute, wobei man auch nicht wusste wie diese da hingekommen sind. Ist ja auch egal, es wurde sehr lustig.
Ansonsten gab es bis jetzt noch einige weitere Partys, von denen jetzt einzeln zu berichten a) zu stressig und b) auch zu langweilig wird.
Nur noch ein Beitrag zum Thema Spanische Episoden:
*Eine Freundin sagte zu ihren Mitbewohnern, dass sie den Abend auf eine Party gehen wollte. Als sie dann um drei wieder zu Hause auftauchte, fragte sie ihre Mitbewohnerin etwas überrascht: 'ich dachte du wolltest heute Abend weg gehen?' denn sie war grad mit Freunden dabei vorzuglühen.
In einer Vorlesung muss ich nächsten Mittwoch einen 20minütigen Vortrag über Akusto-Optik auf Spanisch halten. Ich nehme gerne Mitleidsbekundungen oder Schokoladenspenden entgegen. So damit bin ich wieder in der Gegenwart angelangt und hoffe, dass ich in Zukunft es auch wieder regelmäßig schaffe, den Blog zu aktualisieren.
die Woche ist nicht viel erzählenswertes passiert, so dass ich gleich zum Highlight, dem Wochenende, komme.
MUSE (eine Band, die hoffentlich den meisten ein Begriff ist) hat in Madrid gespielt und ich bin mit einer Freundin von hier hingefahren. Die Bustickets (€15,-!!!) hab ich am Donnerstag schon gekauft, man weiß ja nie. Übrigens weiß ich jetzt auch warum es in Spanien wirklich überall diese kleinen Nummernzettelchen gibt mit denen man dann nacheinander aufgerufen wird. Diese gab es nemlich an der Estacion de Autobuses nicht und so gab es ein heilloses Durcheinander, wo sich mindestens fünf Leute vorgedrängelt haben. Ich glaub die Deutschen haben das ordnungsgemäße Anstehen schon in den Genen.
Freitag 10Uhr sollte es dann los gehen. Der Stadtbus braucht knappe 15Minuten und so haben wir uns 9:15 getroffen um zum Busbahnhof zu fahren. Wie ich vielleicht schon mal erwähnt habe gibt es hier für die Busse keine Fahrpläne. Aus gutem Grund. Wir haben wirklich bis fünf vor zehn gewartet. Dafür war das Umschreiben der Tickets dann kein Problem und wir fuhren halt eine Stunde später. Einige Stunden und zwei Liebesschnulzen später, wurden wir irgendwo in der Hauptstadt rausgeschmissen. Wir fanden dann eine Information in der wir nach unserem Weg fragen wollten, nur dass diese unbedingt englisch sprechen wollten und ich nicht so spontan die Sprachen wechseln kann, da ich schon ziemlich im Spanisch drin bin und dann immer so ein Spanglish oder besser Englañol spreche. Aber irgendwann sind wir doch in unserem, zwei Tage vorher im Internet gebuchtem, Hostal ankamen. Da nicht mehr viele frei waren, nahmen wir das Erstbeste, was auch nicht so toll-, aber durchaus ausreichend war.
Abends war dann das Konzert, welches sicherlich zu eins der besten, von mir gesehenen, gehört. Die Spanier haben auch wirklich jedes Lied mitgesungen und sind, soweit ich das beurteilen kann, bis in die letzte Reihe mitgesprungen.
Die Zwillingsschwester einer Freundin aus Granada studiert zur Zeit in Madrid, so dass wir sie dann auch gleich nach dem Konzert anriefen. Unglaublich: an einem Freitagabend in Spanien um 12Uhr nachts: sie war gerade wieder zu Hause und wollte schlafen. So sind wir auf eigene Faust los und saßen noch bis halb vier in einer Bar. Am nächsten Tag haben wir uns versucht uns die Stadt anzusehen. Versucht, da wir die Nacht kaum geschlafen hatten, da es in unserem Zimmer viel zu kalt und auch zu laut war. Dazu kam dass noch vier weitere mit in diesem schliefen die dann auch früh aufstanden. Aber sonst find ich Madrid sehr imposant, aber dadruch dass es extrem pompös ist, fehlt mir das persönliche an der Stadt. Granada ist doch immernoch mein Favorit. Sonntag haben wir vor unserer Heimfahrt noch den Prado besichtigt. Naja mir gefällt modere Kunst dann doch besser, da man nach dem 500sten Jesus es einfach nicht mehr sehen kann.
Dienstag hat uns in einer Vorlesung unser Prof eine Kopie mit der Frage vorgehalten, ob wir den wüssten was dies wäre. Es war ein Auge von innen. Man konnte die Nerven und Blutgefäße erkennen und nun wollte er wissen ob und wie man dies sehen könnte. Selbstverständich hatte keiner eine Ahnung, dabei ist es ganz leicht. Er gab uns eine kleine, wie er meinte, halbwegs monochromatische Lampe die wir uns seitlich ans Auge zu halten hatten. Toll, es klappte wirklich.
Halloween
Abends war dann Halloween und ich noch etwas planlos bin erstmal zu nem Kumpel gegangen. Wir tranken etwas und versuchten aus den Partyangeboten etwas sinnvolles, und vorallem in einer guten Reihenfolge, herauszufiltern. Schlussendlich machten wir uns, mit einem weiteren Deutschen und seiner Freundin, auf den Weg zu einer privaten Party, bei der keiner von uns wusste wer da eigentlich feiert. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern wie wir dazu gekommen sind. So standen wir vor der Tür und versuchten denen am anderen Ende klar zu machen das wir rein wollten, was irgendwie nicht klappte zumal wir noch nichteinmal verkleidet waren. Zufällig kam ein Spanier mit einem Schminkkoffer vorbei, den wir gleich ansprachen. So wurden wir dann von ihm auf der Straße angemalt und kamen durch ihn auch rein. Erstaunlicherweise kannte man dann dort wieder ein Haufen Leute, wobei man auch nicht wusste wie diese da hingekommen sind. Ist ja auch egal, es wurde sehr lustig.
Ansonsten gab es bis jetzt noch einige weitere Partys, von denen jetzt einzeln zu berichten a) zu stressig und b) auch zu langweilig wird.
Nur noch ein Beitrag zum Thema Spanische Episoden:
*Eine Freundin sagte zu ihren Mitbewohnern, dass sie den Abend auf eine Party gehen wollte. Als sie dann um drei wieder zu Hause auftauchte, fragte sie ihre Mitbewohnerin etwas überrascht: 'ich dachte du wolltest heute Abend weg gehen?' denn sie war grad mit Freunden dabei vorzuglühen.
In einer Vorlesung muss ich nächsten Mittwoch einen 20minütigen Vortrag über Akusto-Optik auf Spanisch halten. Ich nehme gerne Mitleidsbekundungen oder Schokoladenspenden entgegen. So damit bin ich wieder in der Gegenwart angelangt und hoffe, dass ich in Zukunft es auch wieder regelmäßig schaffe, den Blog zu aktualisieren.
Freitag, November 03, 2006
Was bisher geschah: Teil II (16.-22.10.)
Am Montag waren wir in einer sogenannten 'Chupitería'. Für alle die nicht wissen was das ist: da gibt es Shorts, also eine Art Cocktail in 5cl Gläsern, die hauptsächlich aus Schnaps bestehen. In dieser einen sogar 120 Verschiedene und weil man die ja nicht alle ausprobieren kann (geldmäßig), bestellt halt jeder was anderes und alle probieren. Irgendwie muss dann der Barkeeper statt Nummer 72 - 62 verstanden haben, so dass wir dann, nichts ahnend, von diesem tranken.
Luzifermäßig.... als ich dann mal auf die Karte schaute, sah ich dass ich so eine Vodka !!!TABASCO!!! Mischung getrunken hatte. Selbst am nächsten Tag hat das immer noch gebrannt und der Typ hinter dem Tresen grinste nur.
Uns Erasmusstudenten hat in einer Vorlesung mal ein Professor gefragt, was wir denn an unserer Heimat vermissen würden. So spontan viel mir da nichts ein und so wiederholte ich das was die Französin vor mir sagte (die Grünanlagen, Parks). Ich hätte noch das Radfahren - man braucht einfach gar nicht dran zu denken, ich hab's mal versucht, aber das ist Selbstmord - und die Musik in den Discos erwähnen wollen. Letzteres Leid klagte ich einem meiner Mitbewohner der, der Musik die aus seinem Zimmer dringt nach zu schliessen, auch Rock hört und mich dann Mittwoch mit auf ein Metal-(oder sowas aehnliches)Konzert nahm. War mit den 30Anwesenden auch etwas familiärer.
Sonntag dann das Highlight für alle Fans des Spanischen Fußballs: Madrid vs Barca und weil man sich sowas ja nicht entgehen lassen kann, sind wir in eine der vielen Bars gegangen. Dicht gedrängt und sehr sehr lautstark verfolgten die Spanier das Spiel. Falls man mal auf der Suche nach neuen Schimpfworten ist, wird man hier sicher fündig. Aber trotzdem schön das beide Lager, von den nicht ganz so ernst gemeinten Flüchen abgesehen, sich so friedlich zusammen das Spiel ansahen. Erwähnenswert find ich noch, dass man hier Schwalben mit 'Italiano!' kommentiert. Richtig so!
Back to School
Für alle die Ihre Schule vermissen oder zumindest sich nicht mehr genau daran erinnern können wie es damals so war und vielleicht noch mal, ein letztes Mal, das Gefuehl haben wollen wirklich unterdrückter Schueler zu sein... bitte!
Nun hab ich das Glück in Deutschland noch auf Diplom studieren zu dürfen, so dass ich nicht weiß wie es heutzutage um die Bachelor und Master bestellt ist, aber hier fängt es ja schon damit an, dass man sich aus einer Liste mit Kursen einige raussuchen - und sich dann auch (ich für meinen Teil) im Erasmusbuero einschreiben muss. Wenn man dann doch auf die ja absurde Idee kommen sollte, dass einem der Kurs nicht gefällt, muss man halt wieder ins Büro gehen und um Tausch bitten. Dazu kommt, dass man in jedem Kurs (ich muss dazu sagen, damit hab ich mich bis jetzt geweigert) ein sogenannten 'ficha' (ich glaube der heisst so) beim Lehrer... aehh Professor abgeben muss, auf dem dann so alle persönlichen Daten vermerkt sind (incl. Ausweisnummer). Eine Anwesenheitspflicht versteht sich von selbst. Es gibt wieder Hausaufgaben (was ich leider immer überhöre) und Referatsthemen werden zugeteilt.
Ich hoffe nur, dass ich es nächstes Semester schaffe in meine fachfremden Vorlesungen zu kommen.
Letztens hatte ich eine kleine Diskussion mit meiner Spanischlehrerin als wir zum wiederholten Male das Imperativ behandelten und ich es mittlerweile wirklich kann. Ich wollte nicht nochmal alles mitschreiben und als sie dies bemerkte wies sie mich an es zu tun worauf ich mich weigerte. Was natürlich gar nicht ging. Geschrieben hab ich trotzdem nichts.
In den Vorlesungen herrscht auch eine erstaunliche Ruhe, keiner spricht (im krassen Gegensatz zu Deutschland), keiner trinkt, isst oder kommt zu spät.
Die Mensa hier ist auch spassig. Im Comedor kauft man sich für 3EUR eine Essensmarke, geht damit an zwei Angestellten vorbei die fein säuberlich prüfen dass man auch ja Student ist und kann sich dann an DIE Schlange anstellen. Ja - Auswahl gibt es halt nicht. Friss oder stirb. Also meklig oder sogar Vegetarier sollte man einfach nicht sein, aber wenn das auf einen nicht zutrifft ist das Essen, meiner Meinung nach, auch echt gut. Es gibt einen Teller mit Salat mit irgendeiner Vorspeise, manchmal Suppe, dann einen Teller mit dem Hauptgericht, dazu 'Brot' (also Baguette) und Obst. Wasser (aus der Leitung) gibt's kostenlos, genau so wie ein Bier oder Wein. Servietten und Besteck werden auch zugeteilt. Nachschlag kann man sich auch holen, was ich aber bisher, bei der schon so recht reichhaltigen Menge, noch nie brauchte.
Auf die Frage hin, warum die Spanier denn schon Mittags Alkohol trinken muessten antwortete einer: 'Wir sind doch volljaehrig?!' - dann mal Prost!
typisch Schuetze
Leider bin ich immer noch ein bisschen verletzt so dass ich mich entschieden habe meinen Fuss bis zum Ende auszukurieren und deshalb keinen Laufsport (wie Badminton, Volleyball etc) zu machen. Als dann ein Kumpel von mir den Vorschlag machte, er wuerde doch gerne mal Bogenschiessen machen, dachte ich mir dass ich meinem Sternzeichen ja mal alle Ehre machen koennte. Leider sind die Sportkurs hier viel zu teuer (60EUR/ Semester) aber man ist ja sowas wie im Urlaub! ;-) (leider muss ich mir das viel zu haeufig sagen) Dafuer war der Kurs aber echt lustig. Den innersten Kreis (5cm? Durchmesser) hab ich zwar noch nicht getroffen, aber aus schaetzungsweise 20m Entfernung einen mit 15cm Durchmesser.
Spanische Episoden IV
*pero perro: Hunde gibt es ja hier, wie schon frueher erwaehnt, reichlich. Ist ja auch kein Wunder wenn Spanien die, ich glaube, weltweit niedrigste (ja! noch hinter Deutschland!!!) Geburtenrate hat. Einmal wollten wir zu einem Kumpel nach Hause gehen und vor der Haustuer stand ein relativ grosser, aelter aussehender und zitternder Hund ohne Herrschen, welcher in die selbe Tuer wollte. Nach einigem Ueberlegen wie wir jetzt an diesem Hund vorbei kommen ohne dass er mit ins Haus kommt, ging ein Spanier rein und das Problem hatte sich somit auch geklaert. Drinnen folgte uns der Hund dann aber weiterhin, aber die gleiche Prozedur wollten wir dann doch nicht an der Wohnungstuer wiederholen, so dass wir ein bisschen ratlos dastanden. Nach einer Weile hoerten wir dann aus dem Erdgeschoss eine Stimme rufen und da uns nichts anderes uebrig blieb, fragten wir den, auch aelteren und genauso wie der Hund heruntergekommenden Mann ob dieser ihm gehoere. Wir waren zumindest einstimmig der Meinung das dieser bejahte. Irgendwie hatte ich den Eindruck dass der Hund sich vor seinem Herrschen fuerchtete, aber was soll man machen? Der Hund wollte nicht zu ihm, so dass sich der Alte die Treppen raufquaelte um sich dann den Hund zu krallen. Wir haben ihm dann noch den Fahrstuhl aufgehalten und alles verdraengt.
Am Montag waren wir in einer sogenannten 'Chupitería'. Für alle die nicht wissen was das ist: da gibt es Shorts, also eine Art Cocktail in 5cl Gläsern, die hauptsächlich aus Schnaps bestehen. In dieser einen sogar 120 Verschiedene und weil man die ja nicht alle ausprobieren kann (geldmäßig), bestellt halt jeder was anderes und alle probieren. Irgendwie muss dann der Barkeeper statt Nummer 72 - 62 verstanden haben, so dass wir dann, nichts ahnend, von diesem tranken.
Luzifermäßig.... als ich dann mal auf die Karte schaute, sah ich dass ich so eine Vodka !!!TABASCO!!! Mischung getrunken hatte. Selbst am nächsten Tag hat das immer noch gebrannt und der Typ hinter dem Tresen grinste nur.
Uns Erasmusstudenten hat in einer Vorlesung mal ein Professor gefragt, was wir denn an unserer Heimat vermissen würden. So spontan viel mir da nichts ein und so wiederholte ich das was die Französin vor mir sagte (die Grünanlagen, Parks). Ich hätte noch das Radfahren - man braucht einfach gar nicht dran zu denken, ich hab's mal versucht, aber das ist Selbstmord - und die Musik in den Discos erwähnen wollen. Letzteres Leid klagte ich einem meiner Mitbewohner der, der Musik die aus seinem Zimmer dringt nach zu schliessen, auch Rock hört und mich dann Mittwoch mit auf ein Metal-(oder sowas aehnliches)Konzert nahm. War mit den 30Anwesenden auch etwas familiärer.
Sonntag dann das Highlight für alle Fans des Spanischen Fußballs: Madrid vs Barca und weil man sich sowas ja nicht entgehen lassen kann, sind wir in eine der vielen Bars gegangen. Dicht gedrängt und sehr sehr lautstark verfolgten die Spanier das Spiel. Falls man mal auf der Suche nach neuen Schimpfworten ist, wird man hier sicher fündig. Aber trotzdem schön das beide Lager, von den nicht ganz so ernst gemeinten Flüchen abgesehen, sich so friedlich zusammen das Spiel ansahen. Erwähnenswert find ich noch, dass man hier Schwalben mit 'Italiano!' kommentiert. Richtig so!
Back to School
Für alle die Ihre Schule vermissen oder zumindest sich nicht mehr genau daran erinnern können wie es damals so war und vielleicht noch mal, ein letztes Mal, das Gefuehl haben wollen wirklich unterdrückter Schueler zu sein... bitte!
Nun hab ich das Glück in Deutschland noch auf Diplom studieren zu dürfen, so dass ich nicht weiß wie es heutzutage um die Bachelor und Master bestellt ist, aber hier fängt es ja schon damit an, dass man sich aus einer Liste mit Kursen einige raussuchen - und sich dann auch (ich für meinen Teil) im Erasmusbuero einschreiben muss. Wenn man dann doch auf die ja absurde Idee kommen sollte, dass einem der Kurs nicht gefällt, muss man halt wieder ins Büro gehen und um Tausch bitten. Dazu kommt, dass man in jedem Kurs (ich muss dazu sagen, damit hab ich mich bis jetzt geweigert) ein sogenannten 'ficha' (ich glaube der heisst so) beim Lehrer... aehh Professor abgeben muss, auf dem dann so alle persönlichen Daten vermerkt sind (incl. Ausweisnummer). Eine Anwesenheitspflicht versteht sich von selbst. Es gibt wieder Hausaufgaben (was ich leider immer überhöre) und Referatsthemen werden zugeteilt.
Ich hoffe nur, dass ich es nächstes Semester schaffe in meine fachfremden Vorlesungen zu kommen.
Letztens hatte ich eine kleine Diskussion mit meiner Spanischlehrerin als wir zum wiederholten Male das Imperativ behandelten und ich es mittlerweile wirklich kann. Ich wollte nicht nochmal alles mitschreiben und als sie dies bemerkte wies sie mich an es zu tun worauf ich mich weigerte. Was natürlich gar nicht ging. Geschrieben hab ich trotzdem nichts.
In den Vorlesungen herrscht auch eine erstaunliche Ruhe, keiner spricht (im krassen Gegensatz zu Deutschland), keiner trinkt, isst oder kommt zu spät.
Die Mensa hier ist auch spassig. Im Comedor kauft man sich für 3EUR eine Essensmarke, geht damit an zwei Angestellten vorbei die fein säuberlich prüfen dass man auch ja Student ist und kann sich dann an DIE Schlange anstellen. Ja - Auswahl gibt es halt nicht. Friss oder stirb. Also meklig oder sogar Vegetarier sollte man einfach nicht sein, aber wenn das auf einen nicht zutrifft ist das Essen, meiner Meinung nach, auch echt gut. Es gibt einen Teller mit Salat mit irgendeiner Vorspeise, manchmal Suppe, dann einen Teller mit dem Hauptgericht, dazu 'Brot' (also Baguette) und Obst. Wasser (aus der Leitung) gibt's kostenlos, genau so wie ein Bier oder Wein. Servietten und Besteck werden auch zugeteilt. Nachschlag kann man sich auch holen, was ich aber bisher, bei der schon so recht reichhaltigen Menge, noch nie brauchte.
Auf die Frage hin, warum die Spanier denn schon Mittags Alkohol trinken muessten antwortete einer: 'Wir sind doch volljaehrig?!' - dann mal Prost!
typisch Schuetze
Leider bin ich immer noch ein bisschen verletzt so dass ich mich entschieden habe meinen Fuss bis zum Ende auszukurieren und deshalb keinen Laufsport (wie Badminton, Volleyball etc) zu machen. Als dann ein Kumpel von mir den Vorschlag machte, er wuerde doch gerne mal Bogenschiessen machen, dachte ich mir dass ich meinem Sternzeichen ja mal alle Ehre machen koennte. Leider sind die Sportkurs hier viel zu teuer (60EUR/ Semester) aber man ist ja sowas wie im Urlaub! ;-) (leider muss ich mir das viel zu haeufig sagen) Dafuer war der Kurs aber echt lustig. Den innersten Kreis (5cm? Durchmesser) hab ich zwar noch nicht getroffen, aber aus schaetzungsweise 20m Entfernung einen mit 15cm Durchmesser.
Spanische Episoden IV
*pero perro: Hunde gibt es ja hier, wie schon frueher erwaehnt, reichlich. Ist ja auch kein Wunder wenn Spanien die, ich glaube, weltweit niedrigste (ja! noch hinter Deutschland!!!) Geburtenrate hat. Einmal wollten wir zu einem Kumpel nach Hause gehen und vor der Haustuer stand ein relativ grosser, aelter aussehender und zitternder Hund ohne Herrschen, welcher in die selbe Tuer wollte. Nach einigem Ueberlegen wie wir jetzt an diesem Hund vorbei kommen ohne dass er mit ins Haus kommt, ging ein Spanier rein und das Problem hatte sich somit auch geklaert. Drinnen folgte uns der Hund dann aber weiterhin, aber die gleiche Prozedur wollten wir dann doch nicht an der Wohnungstuer wiederholen, so dass wir ein bisschen ratlos dastanden. Nach einer Weile hoerten wir dann aus dem Erdgeschoss eine Stimme rufen und da uns nichts anderes uebrig blieb, fragten wir den, auch aelteren und genauso wie der Hund heruntergekommenden Mann ob dieser ihm gehoere. Wir waren zumindest einstimmig der Meinung das dieser bejahte. Irgendwie hatte ich den Eindruck dass der Hund sich vor seinem Herrschen fuerchtete, aber was soll man machen? Der Hund wollte nicht zu ihm, so dass sich der Alte die Treppen raufquaelte um sich dann den Hund zu krallen. Wir haben ihm dann noch den Fahrstuhl aufgehalten und alles verdraengt.
Mittwoch, November 01, 2006
Was bisher geschah: Teil I (09.-15.10.)
nun bin ich schon drei Wochen im Rückstand, also mal los:
In der Woche nach meinem Ausflug nach Monachil hatte ich Mittwoch den Einstufungstest für den, kostenlosen, Erasmus Sprachkurs, bei dem man, Gerüchten zu folge nicht zu schlecht aber auch nicht zu gut sein durfte. Es hätt ja auch alles nichts genützt, also bin ich unvorbereitet (man soll ja auch ein reales Bild erhalten) hin. Zu schlecht fand ich mich nicht und als ich bei der Hälfte der Grammatikfragen angelangt war wusste ich auch, dass ich vorsätzlich keine Fehler einbauen muss um nicht zu gut zu werden. Überraschenderweise stellte sich heraus, dass ich gleich in das zweihöchste Niveau eingestuft wurde, was ich mittlerweile aber auch für gerechtfertigt halte, da ich den Großteil der dort besprochenen Grammatik kenne, aber mir das Sprechen noch schwer fällt, was auch am mangelden Vokabelwissen liegt. So hab ich jetzt zwei Mal die Woche je drei Studen diesen Kurs, wobei noch vier Stunden des privaten Sprachkurses dazukommen. Also wenn's dann nichts wird...
Donnerstag war Feiertag und ein paar Freunde (2) und ich haben Mittwochabend entschieden, dass wir den Brückentag nutzen um nach Sevilla zu fahren. Zugkarten hatten wir schon besorgt nur ein Quartier fehlte uns Donnerstag früh noch, so dass wir uns im Internetcafé getroffen haben um eins zu suchen, was sich so spontan als ziemlich schwer heraus stellte.
Aber über zich Ecken kannte einer meiner Mitstreiter, die Exfreundin eines Freundes und hat auch irgendwie noch ihre Nummer rausgekriegt, woraufhin wir bei ihr anriefen, ob nicht vier Fremde (es kam noch ein Franzose mit) am gleichen Abend bei ihr übernachten könnten....
Sowas klappt aber auch nur hier. ;-)
Am Abend sind wir dann also mit ihr und ihren Freundinnen noch was trinken gegangen, wobei wir leider die Tapas extra bezahlen mussten.
Am nächsten Tag haben wir uns aufgemacht die Stadt zu besichtigen und nebenbei ein Hostal für die nächste Nacht zu suchen. Sevilla ist eine wirklich schöne Stadt, die im Gegensatz zu Granada auch über Parks und einen Fluss verfügt. Die Häuser sind kleiner, älter und die Straßen gemütlicher und verwinkelter. Vom Stadtbild find ich daher Sevilla schöner, aber in Granada ist dann doch mehr los und es ist auch nicht so weitläufig wie die Hauptstadt Andalusiens. Am Plaza de Toros haben wir uns das Stierkampfmuseum angesehen und danach sind wir noch weiter zum wunderschönen Plaza España.
Abends haben wir dann leider ohne Führung versucht das Nachtleben anzusehen, aber da in Spanien vor zwei Uhr nachts rein gar nichts geht, haben dann meine Begleiter und schlussendlich auch ich schlapp gemacht und sind ins Bett.
Für Samstag stand dann noch die Kathedrale auf dem Programm, die, wie mir scheint, nicht eine große Kirche ist, sondern mindesten 10 Altäre besitzt. Ein bisschen übertrieben, aber eindrucksvoll. Auf den Turm, der auch einen Namen hat, den ich leider vergessen habe (ich glaube: grijalda???) kann man auch hoch, von wo aus man einen tollen Blick über die Stadt hat.
Gleich nebenan liegt ein echtes Muss: die Jadines (Gärten) de Alcazar. Für Studenten kostenlos, kann man hier im Maurischen Flair und unter Wasserfällen entspannen. In diesem Moment war ich schon ein bisschen neidisch auf die Sevillianer.
Abends fuhr unser Bus dann wieder Richtung Heimat.
nun bin ich schon drei Wochen im Rückstand, also mal los:
In der Woche nach meinem Ausflug nach Monachil hatte ich Mittwoch den Einstufungstest für den, kostenlosen, Erasmus Sprachkurs, bei dem man, Gerüchten zu folge nicht zu schlecht aber auch nicht zu gut sein durfte. Es hätt ja auch alles nichts genützt, also bin ich unvorbereitet (man soll ja auch ein reales Bild erhalten) hin. Zu schlecht fand ich mich nicht und als ich bei der Hälfte der Grammatikfragen angelangt war wusste ich auch, dass ich vorsätzlich keine Fehler einbauen muss um nicht zu gut zu werden. Überraschenderweise stellte sich heraus, dass ich gleich in das zweihöchste Niveau eingestuft wurde, was ich mittlerweile aber auch für gerechtfertigt halte, da ich den Großteil der dort besprochenen Grammatik kenne, aber mir das Sprechen noch schwer fällt, was auch am mangelden Vokabelwissen liegt. So hab ich jetzt zwei Mal die Woche je drei Studen diesen Kurs, wobei noch vier Stunden des privaten Sprachkurses dazukommen. Also wenn's dann nichts wird...
Donnerstag war Feiertag und ein paar Freunde (2) und ich haben Mittwochabend entschieden, dass wir den Brückentag nutzen um nach Sevilla zu fahren. Zugkarten hatten wir schon besorgt nur ein Quartier fehlte uns Donnerstag früh noch, so dass wir uns im Internetcafé getroffen haben um eins zu suchen, was sich so spontan als ziemlich schwer heraus stellte.
Aber über zich Ecken kannte einer meiner Mitstreiter, die Exfreundin eines Freundes und hat auch irgendwie noch ihre Nummer rausgekriegt, woraufhin wir bei ihr anriefen, ob nicht vier Fremde (es kam noch ein Franzose mit) am gleichen Abend bei ihr übernachten könnten....
Sowas klappt aber auch nur hier. ;-)
Am Abend sind wir dann also mit ihr und ihren Freundinnen noch was trinken gegangen, wobei wir leider die Tapas extra bezahlen mussten.
Am nächsten Tag haben wir uns aufgemacht die Stadt zu besichtigen und nebenbei ein Hostal für die nächste Nacht zu suchen. Sevilla ist eine wirklich schöne Stadt, die im Gegensatz zu Granada auch über Parks und einen Fluss verfügt. Die Häuser sind kleiner, älter und die Straßen gemütlicher und verwinkelter. Vom Stadtbild find ich daher Sevilla schöner, aber in Granada ist dann doch mehr los und es ist auch nicht so weitläufig wie die Hauptstadt Andalusiens. Am Plaza de Toros haben wir uns das Stierkampfmuseum angesehen und danach sind wir noch weiter zum wunderschönen Plaza España.
Abends haben wir dann leider ohne Führung versucht das Nachtleben anzusehen, aber da in Spanien vor zwei Uhr nachts rein gar nichts geht, haben dann meine Begleiter und schlussendlich auch ich schlapp gemacht und sind ins Bett.
Für Samstag stand dann noch die Kathedrale auf dem Programm, die, wie mir scheint, nicht eine große Kirche ist, sondern mindesten 10 Altäre besitzt. Ein bisschen übertrieben, aber eindrucksvoll. Auf den Turm, der auch einen Namen hat, den ich leider vergessen habe (ich glaube: grijalda???) kann man auch hoch, von wo aus man einen tollen Blick über die Stadt hat.
Gleich nebenan liegt ein echtes Muss: die Jadines (Gärten) de Alcazar. Für Studenten kostenlos, kann man hier im Maurischen Flair und unter Wasserfällen entspannen. In diesem Moment war ich schon ein bisschen neidisch auf die Sevillianer.
Abends fuhr unser Bus dann wieder Richtung Heimat.