Donnerstag, September 28, 2006

 
Die letzten Tage vor Studiumsbeginn

Am Dienstag war ich mit ein paar Leuten im Albacín und im Sacromonte, dem, wenn man so will, historischen Viertel Granadas. Man geht durch enge Gassen steil bergauf und kommt schliesslich auf eine Wiese, von der aus man einen wunderschoenen Blick ueber die Stadt hat. In diesem Teil der Stadt scheint die Zeit tatsaechlich stehen geblieben zu sein, worum sich auch keiner zu kuemmern scheint. Auch die Dachterassen der Haeuser sind nicht zu verachten. Entlang an einer alten, ich denke mal Befestigungsmauer, gings dann wieder runter ins Leben.

Gestern hab ich mich zum ersten Mal zum Friseur gewagt worauf mich eine junge und auch ziemlich huebsche (nicht unbedingt erwartet) Spanierin mit '¡dime!' (wieder erwartet) ansprach. Ich meine mein Spanisch ist von der Bezeichnung 'gut' oder zumindest 'ausreichend' noch weit entfernt, aber irgendwie war ich etwas nervoes, was dazu gefuehrt hat, dass ich mich dann nur noch mit Infinitiven verstaendigt habe, was sie aber nett lachend und mit Geduld hingenommen hat. Ansonsten kann man ja auch viel mit Zeigen wett machen. Im Gegensatz zu vielen Anderem hier, war es auch erfreulich billig.

Donnerstag war nun die erste offizielle Erasmusparty in irgendeinem der vielen Clubs hier. Fuer €6,- Eintritt gab's auch eine Stunde Freigetraenke, was allerdings nicht ueber die grottenschlechte Musik (Cher, Modern Talking, etc) hinwegtaeuschen konnte. Dazu kam, dass nach dieser Phase kein Bier, noch sonstige leicht alkoholische Getraenke mehr ausgeschenkt wurden, sondern nur noch Longdrinks fuer €5,-, was mir auf Dauer erstens zu teuer, aber auch zu heftig war, da die Mischung, was den Preis auch wieder rechtfertigt, sehr zugunsten des Schnaps ' lag.

Tags drauf (Freitag), bin ich mit drei Freundinnen mit dem Auto der Einen, Richtung Westen gefahren. Ziel der Reise war Cádiz, aber weil's so schoen auf dem Weg lag, hielten wir zuerst in Ronda.
Letztere ist relativ klein, auf einem Berg gebaut (zumindest die Altstadt) und die handvoll Sehenswuerdigkeiten (wobei man das ruhig woertlich nehmen darf) hat man auch innerhalb einer halben Stunde durch. Nichts destotrotz ist Ronda ein nettes, kleines, verschlafenes und schoenes Andalusisches 'Dorf', was einen Abstecher auch Wert ist. Danach ging's weiter nach Cádiz.
Unser Backpackershostel erreichten wir am spaeten Abend (damit ist hier zwischen 10 und 11 Nachts gemeint) und da ich mich um die Planung absolut nicht gekuemmert hatte, war ich etwas ueberrascht als uns statt Zimmern, die Dachterrasse mit Haengematten gezeigt wurden. Immerhin ist man ja hier in Spanien und somit wird es auch nachts nicht allzu kalt und so blieb als stoerender Faktor nur, die nicht so ganz bequeme Lage (vor allem bei Personen ueber 1,80) und der Laerm der durch einen Luftschacht, welcher von der Kueche, was auch gleichzeitig Aufentshaltsraum etc war, bis zu uns auf's Dach fuehrte. Ansonsten sah es da oben aber echt nett aus. (Fotos folgen) Wir legten unsere Sachen ab und machten uns auf den Weg in die Stadt. >>Man muss zu Spanien sagen, wie wir auch in einem unserer Gespraeche einstimmig festgestellt haben, dass man hier, wenn man 'schon' um 4 bis um 6 zurueck nach Hause kommt, auf einer schlechten Party war. Gute dauern auch gern mal bis 9. <<
Nett ist auch, dass man hier eigentlich rund um die Uhr, kleine Lebensmittelgeschaefte findet in denen man fuer ca. €1,20 einen Liter Cerveza bekommt. In diesem Sinne ging unser erster Tag in Cádiz um halb fuenf(! que temprano) zu Ende.
Am folgenden machten wir uns auf, die Stadt ein bisschen kennenzulernen, auch wenn sie nicht grade vor Sehenswuerdigkeiten strotzt, ist sie trotzdem nett anzusehen und als wir dann auch alle unsere Erledigungen beendet hatten, kamen wir zum wohl schoensten Argument der Stadt: der Strand, welcher sich auf der Atlantikseite fast die ganze Stadt lang erstreckt.
Am Abend hab ich dann meine erste, richtige Botellion in Spanien miterlebt, bei der sich junge Menschen irgendwo in der Stadt auf einem Platz treffen um... ihr wisst was jetzt kommt.
Sonntag haben wir dann unserem neuen Sport gefroehnt: 'Strandhopping'. Einfach ins Auto, an der Kueste ab nach Sueden und an willkuerlich gewaehlten Straenden anhalten. Einmal ins Wasser, dann von der Sonne trocknen und braeunen lassen und ab zum naechten Strand. Auf diesen Weg haben wir uns bis Tarifa durchgekaempft von wo aus man auch schon das Afrikanische Festland sieht. Einigermassen erschoepft, dafuer aber braun fuhren wir wieder zurueck in unsere Heimatstadt.

Donnerstag, September 21, 2006

 
Tercera Semana

Z.Z. gibt es nicht viel Neues. Ich hab mich die Tage mal an der Uni eingeschrieben, was bedeutet, meine Faecher, die ich dann belegen moechte, anzugeben und noch ein paar andere Zettel auszufuellen.
Die Sache ist ja nur, dass ich in Deutschland schon so gut wie scheinfrei bin und somit, selbst wenn ich die Scheine von hier angerechnet bekaeme, sie doch nicht brauchen wuerde. Dazu kommt, dass ich die Vorlesungen die mich interessieren wuerden schon irgendwie alle mal gehoert habe. Dennoch hab ich mir zwei (welche ich an fuer sich auch kenne) rausgesucht (hab aus den Unterlagen noch nicht ganz entnehmen koennen wie viele Stunden das dann pro Woche sind) und als ich den Zettel dann im Auslandsamt abgegeben habe, hat mich die, noch relativ junge, Bearbeiterin etwas fragend angesehen und gemeint, dass ich dann ja ein schoenes erstes Semester haben werde.
Ich will aber sowieso, das erste Semester hauptsaechlich dafuer verwenden meine Sprachkenntnisse zu verbessern und mir dann im Zweiten auch mal fachfremde Vorlesungen anzuhoeren.

Fotos

Es ist doch Zeitaufwaendiger als gedacht Fotos hochzuladen, was aber peu à peu vorwaerts geht. Deshalb: auch mal wieder die alten Posts ansehen, da ich einige schon hochgeladen habe. Ansonsten freu ich mich auch ueber Mails von euch, damit ich auch weiss was ihr so treibt.

Spanische Episonden II

*Es ist ja allgemein bekannt, dass Andalusien nicht die regenreichste Region ist, genauso wie: das die Spanier sich nicht all zu sehr um ihre Umwelt kümmern (z.B. Muelltrennung) und man Tierschutz in Andalusien auch nicht so ernst nimmt. Dennoch ist es verständlich dass man hier drauf bedacht ist Wasser zu sparen. So hat mich dann mein Mitbewohner auch alsbald darauf hingewiesen das Wasser immer sofort auszudrehen wenn ich es nicht mehr benötigen sollte. Soweit zur Theorie...
Blöd nur dass es in unserer Wohnung keine Stoepsel gibt, so dass man den Abwasch unter fließenden Wasser erledigen muss, wie ich es auch schon bei anderen Spaniern zu Hause gesehen habe. Dazu kommt, dass mein Mitbewohner die Waschmaschine auch für eine Hand voll Wäsche anstellt, was mir zu verschwenderisch erschien, woraufhin ich Handwaschmittel gekauft - und irgendwie versucht habe den Abfluss im Waschbecken zu blockieren. Nagut dass die Grünpflanzen, um auch noch in Zukunft als solche zu gelten, dann auch ab und zu reichlich Wasser brauchen kann man ja auch noch nachvollziehen, aber was ich dann gesehen habe übertraf bei weitem alles. Es gibt hier Putzfahrzeuge, die mit Wasserstrahl die Straße säubern und nicht nur das. Der Reinigungsdienst benutzt regelmäßig eine Art von Hydrant um mit nicht geringen Mengen Wasser den Müll auf der Strasse wegzuspülen.
Das einzige bei dem man Wasser sparen kann ist beim duschen, wenn ich wieder mal zu faul war die Gasflasche an den Wasserboiler zu schleppen und somit das Wasser kalt - und man selber nicht all zu lange unter der Dusche bleibt.

*Strassenbau: Wenn die hier mal meinen es muesste doch mal der Strassenbelag erneuert werden, trifft man nicht selten auf dem Nachhauseweg von der Disko oder Bar ein ganzes Komando, was dann munter Asphalt (oder was das ist) auf die Strasse kippt. Von grosser Absperrung keine Spur und am naechsten Morgen sind auch schon wieder Autos am Seitenstreifen geparkt. Die Fahrbahnmarkierung (inklusive Fussgaengerueberweg etc.), wenn man sie mal so nennen moechte, wird dann, wieder ohne Absperrung, ein paar Tage spaeter draufgemalt. Man kann dann auch schoen die Fussspuren von den ersten Leuten, die druebergelaufen sind, ein paar Meter verfolgen und als einmal ein Auto noch auf dem imaginaeren Fussgaengerueberweg geparkt hatte, malten sie die Streifen einfach drum rum.

*Spanisches Essen: Woher hatte ich eigentlich, dass die Spanier sich angeblich gesund ernaehren? Wenn man mal von den Tapas absieht, die meistens aus Hamburgern, irgendeiner Art Sandwich (mit viel Oel versteht sich) oder sontigen Fleisch mit Pommes und Cremedip bestehen, kann ich ja mal drei Spanische Malzeiten (von verschiedenen Spaniern zubereitet) schildern:
1.) Kroketten (mit irgendwas wie Gefluegelpaste drin) und Pommes, beides in einer grossen Pfanne voll mit Oel fritiert als Beilage gab's Salat (Kopfsalat, Tomaten, Kaese etc, was anfuersich ganz gut klingt, wenn man von den Unmengen Oel (immerhin aceituna de oliva) absieht)
2.) Ein Rinderfilet und wieder besagter Salat als Beilage
3.) 'Sesos' (bitte mal selber bei z.B. 'dict.leo.org' nachschlagen) mit Schinken, Ei und Pommes
Man muss zur Verteidigung sagen, dass ich auch schon anders Sachen, wenn auch nicht so haeufig, gesehen habe. Ich hab mich dann auch sehr ueber meinen ersten Apfel gefreut, den ich mir, nachdem ich mein Zimmer hatte, gekauft habe.

Mittwoch, September 13, 2006

 
Viva España

...so - nun ist schon eine ganze Weile vergangen, als ich mich das letzte Mal gemeldet habe, ergo ist auch viel passiert in der Zwischenzeit.
Wir gehen hier schon fast jeden Anbend Tapas essen, was an sich eine ganz gute Moeglichkeit ist sich das Abendbrot zu sparen und nebenbei mit Freunden Bier zu trinken, die aber auch leider ins Geld geht wenn man dann immer den ganzen Abend bleibt. Jeden Montag machen wir ein Treffen der deutschen Erasmusstudenten, wobei immer mehr hinzu kommen, so dass ich langsam den Ueberblick verliere. Es ist dann auch schon unmoeglich sich noch in eine Bar rein zu quetschen, so dann wir uns eine gesucht haben, bei der man draussen sein Bier trinken kann. Dazu kommt, dass man im Grossen und Ganzen doch bei den bekannten Gesichtern stehen bleibt, aber das letzte mal hab ich zumindest einen gefunden der doch eine Gitarre mitgebracht hat! *juhu*

Am Wochenende waren wir mal am Mittelmehr (den Namen des Ortes hab ich vergessen) um uns den ganzen Tag die, wirklich heisse, Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und dann ab und zu mal in Wasser zu springen. Erstaunlicherweise bin ich trotz nur maessigen Eincremen - man wird halt bei der Hitze etwas faul ;-) - ohne Sonnenbrand davon gekommen.
Der ganze Spass hat knapp €10,- gekostest und man ist in nicht mal einer Stunde da. Toll!
(Heimfahrt: siehe spanische Episoden, weiter unten)

Seit Montag geh ich jetzt zu einem Sprachkurs (kostet leider auch wieder viel Geld) um mein Spanisch aufzubessern. Ich denke, dass ich noch nicht viel mehr sagen kann als vor meiner Abreise, aber dafuer versteh ich jetzt die Leute deutlich besser, aber immer noch schlecht. Zumindest kann ich den Leuten in Geschaeften erklaeren was ich will.
Ich hab letztens einen Teil aus dem Film 'Die Wutprobe' auf Spanisch gesehen und, zu meiner Freude hab zum ersten Mal ziemlich viel verstanden. Ich wuenschte die Leute hier wuerden auch so deutlich reden. Vorallem betrifft das meine zwei Spanischen Mitbewoher, die ein furchtbares Andalus sprechen. Wenn ich irgendwann soweit bin, die beiden ohne Probleme zu verstehen, dann versteh ich alle.

Ich hab von Erzaehlungen gehoert, dass es hier in Granada, im Viertel Albazin, einen Platz geben soll, von dem aus man einen Blick ueber die Stadt hat und vor allem die beleuchtete und sehr eindrucksvolle Alhambra sehen soll. Gestern hab ich mich, mit drei Deutschen, auf den Weg gemacht diesen zufinden und nachdem wir da waren und unseren ersten Wein in dieser antiken Umgebung tranken, hab ich auch mal Richtung Heimat geprostet! ;-) Ich denk an euch!

Fuer alle Radsportbegeisterten: heute war eine Etappenankunft der 'la vuelta' hier in Granada, mitten im Zentrum. Es versteht sich von selbst, dass ich mir sowas nicht entgehen lassen kann. Bloed nur, dass man vom Rennen noch weniger mitkriegt, als in einer der hineren Reihen, der Stehplaetze im Jenaer Stadion. Man jubelt halt mit und mal ganz kurz sieht man dann doch etwas.

Spanische Episoden I

*Als wir vom Strand wieder nach Granada zurueck fahren wollten standen wir vor einem absolut vollen Bus. Nun denkt man natuerlich, wenn man sich ein Ticket kauft, was wir schon bei unserer Ankunft taten, damit der Bus am Ende nicht voll ist und wir nicht zurueck kommen, hat man auch einen Platz im Bus sicher. Zumindest wuerde man in Deutschland nur soviele Tickets verkaufen wie auch Plaetze im Bus frei sind. Hier nicht! Nun sahen wir dass hinter unserem Bus noch ein Weiterer stand, der allerdings auf die Frage ob er auch nach Granada fahren wuerde negativ antwortete. Allerdings, und das finde ich wieder typisch fuer hier, aenderte er nach ein paar Minuten seine Meinung und wir kamen alle zufrieden und entwas belustigt zurueck.

*Eine Freundin von mir hatte Probleme mit ihrer Bankkarte und ich bot ihr an, dass ihre Eltern Geld auf mein Konto bei der Deutschen Bank ueberweisen koennten, was ich dann fuer sie abheben koennte. Gesagt getan. Das ganze war auch ein ganz guter Plan, bis wir gestern vor dem Automaten standen, bei dem, bis auf Auszahlungen (immerhin), nichts funktioniert (also auch keine Kontostandsabfrage) und wir bis auf Fehlermeldungen kein Geld zu sehen bekamen. Sie hatte zu der Zeit noch ein paar wenige Euro und ich auch nicht vielmehr, also versuchten wir am Schalter der Bediensteten zu fragen ob es denn eine Moeglichkeit gaebe den Kontostand meines Kontos (ebenfalls Deutsche Bank) zu erfahren, worauf er uns erklaerte dass die Deutsche Bank in Spanien ABSOLUT GAR NICHTS mit der Deutschen Bank in Deutschland zu tun haette und er und auch nur an einen anderen Schalter weiter verwies. Er hat uns nur geraten mal bei der Servicehotline anzurufen, was er uns aber auch nach mehrmaligen Bitten ('wir haben kein Geld mehr' u.s.w.) auch nicht abnehmen wollte. Im Endeffekt hab ich dann doch von einem Internetcafé aus in Deutschland angerufen, woraufhin sich das Problem schnell beheben lies. Meine woechentliche Auszahlungsbeschraenkung war einfach ueberschritten. Glueck gehabt.

*Hier in Spanien ist es scheinbar ueblich so ziemlich alles in Bar zu bezahlen und Vertraege (mal von den muendlichen abgesehen) gibt es auch kaum. Das macht sich vor allem bei groesseren Betraegen bloed wenn man staendig zur Bank, und es gibt hier nur eine Deutsche Bank, rennen muss, um dann mit massig viel Bargeld wieder zurueck zu laufen.

*Hier in Granada (ich kann immer nur fuer hier sprechen, da ich den Rest Spaniens nicht kenne) gibt es massig Hunde ('perros'). Ein Paradies fuer Liebhaber, ein Grauen fuer Aengstliche - was mich aber bis vor Kurzem nicht weiter gestoert hat, ausser dass man immer schauen sollte wo man hin tritt.
Als ich nach einer langen Nacht, so gegen halb sechs nach Hause, durch ein paar kleine Gassen lief, kam mir ein ziemlich grosser Hund, zaehnefletschend und knurrend entegen. Darauf sah ich etwas weiter hinten auf der Strasse noch mehr Artgenossen, bloss kein Besitzer. Ich hab dann versucht in einzuschuechtern, damit er mich nicht gleich anspringt und bin aber doch recht schnell in die naechste Seitenstrasse abegogen was ihn offensichtlich zufrieden stellte.

meine Adresse in Granada

ich hab allen die in meinem Adressbuch standen eine Rundmail geschickt. Falls ich aber doch jemanden vergessen haben sollte (was mir schrecklich leid taete), dann schreibt mir eine eMail oder einen Comment (hier auf der Seite) mit einem kleinen Motivationsschreiben, dass ich die eMailAdresse dann auch zuordnen kann.

P.S.: das mit den Bildern hochladen, stellt sich als schwieriger heraus als ich dachte, vorallem wenn man kein eigenes Internet hat. Aber ich tu mein Bestes es diese Woche noch irgendwie zu schaffen.

hasta luego y besos por las chicas ;-)
Klemens

Mittwoch, September 06, 2006

 
Es geht los!

Die vergangen Tage waren im warsten Sinne des Wortes von Blut und Schweiss gepraegt, was aber heute, gluecklicherweise zu einem Ende gekommen ist. Seit ein paar Stunden bin ich gluecklicher Besitzer eines Zimmer in einer ziemlich schoenen Wohnung. Die Adresse weiss ich aber selber noch nicht auswendig, werd ich aber demnaechst veroffentlichen.

Erasmusstudenten



Am Montag war das erste Treffen der deutschen Erausmusstudenten in Granada. An diesen Abend haben wir es auf 17 Leute gebracht, wenn aber erst mal alle da sind koennten es nach groben Schaetzungen ueber 100 (!!!) werden. Irgendwie findet man es ja am Anfang noch ganz nett mal Deutsche in seinem Hostel zu treffen, denen man dann all sein Leid klagen kann, nur ueberstieg dieses Treffen irgendwie das was ich mir so vorgestellt habe. Wir sind dann alle zusammen in eine Tapasbar gezogen. Man muss dazu sagen dass diese Bars nun nicht die groessten sind und wir somit schon eine beachtlichen Teil der Besucher darstellten... und nicht dass wir uns wie deutsche (ich bin schon fast geneigt Touristen zu sagen) aufgefuerht haetten ;-). Dennoch wurde es einer der lustigsten Abende seit langem.

Als ich mich gestern mal wieder auf die Suche nach einer Wohnung gemacht habe, lief mir zufaellig Daniel (von den Erasmusstudenten) ueber den Weg, der in Begleitung zweier Spanierinnen war (bei denen er wohnt, bis er eine Wohnung gefunden hat). Da mein Spanisch leider immer noch nicht ausreichend ist hab ich die Spanierinnen gebeten fuer mich das Anrufen zu uebernehmen und da wir vier uns ganz gut verstanden, kam es auch dass wir so den Abend zusammen verbrachten. So durfte ich mit bei ihnen zu Abend essen. Muy rico! Eigentlich war ich danach von den Strapazen des Tages doch schon etwas muede, aber die beiden Maedels hatten beim Rumtelefonieren fuer die Wohnungen einen 'sehr netten chico' am telefon der sie auch nach einer Weile zurueck rief und sie zu ihm eingeladen hat. Mit der Begruendung dass wir uns ja eine Wohnung ansehen wollten (wohl gemerkt um Mitternacht), wurde Daniel mit hingeschleift und weil ich ihn da nicht allein lassen wollte, bin ich mitgegangen.
Derjenige bei dem wir schlussendlich auftauchten, was zu allem Ueberfluss noch am anderen Ende der Stadt war, hat sich sicherlich gefreut, da unserer Begleiterinnen 'muy guappa' waren, was man von der Horde Jungs in dieser Wohnung nur schwerlich behaupten kann. Um zwei haben wir's dann endlich geschafft zu entkommen.
Voellig uebermuedet bin ich heut frueh um halb neun aufgestanden um mein Hostel sicherheitshalber noch zu verlaengern.

Nun wartet viel Spanisch lernen und Organisation auf mich, aber am Wochenende werd ich wohl doch mit ein paar Deutschen erstmal zum Meer fahren.

hasta luego
euer Klemens

Montag, September 04, 2006

 
Hitze

es ist schon eigenartig wenn man die Klimaanlage (wohl dem der eine hat) auf 25º stellt und schon fast friert. Bei fast 40º Nachmittags ist hier an nichts zu denken, ausser ausruhen. Ueber in die Sonne legen und sich braun werden zu lassen, brauchen wir gar nicht reden. ;-)

Freitag, September 01, 2006

 
Endlich Granada

ab heute bin ich dann endlich in der Stadt angekommen in der ich das naechste Jahr verbringen werde.
Aber los ging's erst mal wieder von Malaga. Bei dort noch guten 30º wollte ich mir einen Supermarkt suchen, in dem ich mir eine Flasche Wasser kaufen kann. Als ich dann nach einigem Suchen endlich ein gefunden habe, ging bei meinem ganzen Gepaeck (wohin auch mit dem Kram?) die Alarmanlage los. So hab ich bis auf eine Tasche alles am Eingang zurueck lassen muessen. Nur als ich dann das Wasser bezahlt hatte passierte weider das Gleiche und ich musste zum Sicherheitsdienst, welcher mich dann gleich, auf Spanisch natuerlich, zugequatscht hat. Wie sich herausstellte war es ein Reisefuehrer der den Alarm ausgeloest hat und sie liessen mich laufen.
Netter Einstieg.
Im Bus hab ich dann noch die Bekanntschaft zu einer Schweizerin gemacht, die hier allein Urlaub macht und da ich auch noch nichts in Granada vorhatte sind wir zusammen essen gegangen und dann die Stadt nach einem Quartier fuer sie durchsucht.
Am Abend hab ich mich mit meiner Sprachtandempartnerin aus Deutschland (Yaiza) getroffen, bei der ich die ersten beiden Naechte schlafen konnte und welche mir auch bis heute bei der Suche nach einer Wohnung hilft. Das ist hier doch schwieriger als erwartet, zumal man sich wohl auch noch an das aussehen gewoehnen muss. (Deutschland ist halt doch anders)


"I'm from Germany"

Mittlerweile musste ich aber doch in ein Hostel auswandern. Hier schlaeft man zwar mit fuenf weiteren in einem Zimmer, aber dafuer lernt man auch sehr schnell welche kennen, wie z.B. Paul aus England oder James aus Australien und Agnish (keine Ahnung wie der Name geschrieben wird *g*) aus London. Mit diesen und noch vielen Anderen haben wir gestern eine Tapastour veranstalltet. Die Idee ist eigentlich recht super. Fuer wenig Geld (€1,40) kriegt man ein Bier und etwas zu essen (nach Wahl). Spaetenstens nach drei dieser Tapas ist man ziemlich voll.

Der Haken bei der Sache ist dass das Bier so klein ist (0,2l) dass man es wahrlich schwer hat irgendwie angetrunken zu werden. Ich hab dann zumindest versucht die Deutsche Ehre aufrecht zu erhalten was das Biertrinken angeht (nur ist das wahrlich, bei den Mengen, keine Leistung).

Die naechsten Tage werde ich wohl weiter mit Wohnungssuche verbringen muessen bis ich mir die Stadt auch mal genauer ansehen kann.

P.S.: ich freu mich immer sehr wenn ich was von euch aus der "Heimat" hoere --> also schreibt mir fleissig!

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