Freitag, November 10, 2006

 
Was bisher geschah: Teil III (ab 27.10.)

die Woche ist nicht viel erzählenswertes passiert, so dass ich gleich zum Highlight, dem Wochenende, komme.
MUSE (eine Band, die hoffentlich den meisten ein Begriff ist) hat in Madrid gespielt und ich bin mit einer Freundin von hier hingefahren. Die Bustickets (€15,-!!!) hab ich am Donnerstag schon gekauft, man weiß ja nie. Übrigens weiß ich jetzt auch warum es in Spanien wirklich überall diese kleinen Nummernzettelchen gibt mit denen man dann nacheinander aufgerufen wird. Diese gab es nemlich an der Estacion de Autobuses nicht und so gab es ein heilloses Durcheinander, wo sich mindestens fünf Leute vorgedrängelt haben. Ich glaub die Deutschen haben das ordnungsgemäße Anstehen schon in den Genen.
Freitag 10Uhr sollte es dann los gehen. Der Stadtbus braucht knappe 15Minuten und so haben wir uns 9:15 getroffen um zum Busbahnhof zu fahren. Wie ich vielleicht schon mal erwähnt habe gibt es hier für die Busse keine Fahrpläne. Aus gutem Grund. Wir haben wirklich bis fünf vor zehn gewartet. Dafür war das Umschreiben der Tickets dann kein Problem und wir fuhren halt eine Stunde später. Einige Stunden und zwei Liebesschnulzen später, wurden wir irgendwo in der Hauptstadt rausgeschmissen. Wir fanden dann eine Information in der wir nach unserem Weg fragen wollten, nur dass diese unbedingt englisch sprechen wollten und ich nicht so spontan die Sprachen wechseln kann, da ich schon ziemlich im Spanisch drin bin und dann immer so ein Spanglish oder besser Englañol spreche. Aber irgendwann sind wir doch in unserem, zwei Tage vorher im Internet gebuchtem, Hostal ankamen. Da nicht mehr viele frei waren, nahmen wir das Erstbeste, was auch nicht so toll-, aber durchaus ausreichend war.
Abends war dann das Konzert, welches sicherlich zu eins der besten, von mir gesehenen, gehört. Die Spanier haben auch wirklich jedes Lied mitgesungen und sind, soweit ich das beurteilen kann, bis in die letzte Reihe mitgesprungen.
Die Zwillingsschwester einer Freundin aus Granada studiert zur Zeit in Madrid, so dass wir sie dann auch gleich nach dem Konzert anriefen. Unglaublich: an einem Freitagabend in Spanien um 12Uhr nachts: sie war gerade wieder zu Hause und wollte schlafen. So sind wir auf eigene Faust los und saßen noch bis halb vier in einer Bar. Am nächsten Tag haben wir uns versucht uns die Stadt anzusehen. Versucht, da wir die Nacht kaum geschlafen hatten, da es in unserem Zimmer viel zu kalt und auch zu laut war. Dazu kam dass noch vier weitere mit in diesem schliefen die dann auch früh aufstanden. Aber sonst find ich Madrid sehr imposant, aber dadruch dass es extrem pompös ist, fehlt mir das persönliche an der Stadt. Granada ist doch immernoch mein Favorit. Sonntag haben wir vor unserer Heimfahrt noch den Prado besichtigt. Naja mir gefällt modere Kunst dann doch besser, da man nach dem 500sten Jesus es einfach nicht mehr sehen kann.

Dienstag hat uns in einer Vorlesung unser Prof eine Kopie mit der Frage vorgehalten, ob wir den wüssten was dies wäre. Es war ein Auge von innen. Man konnte die Nerven und Blutgefäße erkennen und nun wollte er wissen ob und wie man dies sehen könnte. Selbstverständich hatte keiner eine Ahnung, dabei ist es ganz leicht. Er gab uns eine kleine, wie er meinte, halbwegs monochromatische Lampe die wir uns seitlich ans Auge zu halten hatten. Toll, es klappte wirklich.

Halloween

Abends war dann Halloween und ich noch etwas planlos bin erstmal zu nem Kumpel gegangen. Wir tranken etwas und versuchten aus den Partyangeboten etwas sinnvolles, und vorallem in einer guten Reihenfolge, herauszufiltern. Schlussendlich machten wir uns, mit einem weiteren Deutschen und seiner Freundin, auf den Weg zu einer privaten Party, bei der keiner von uns wusste wer da eigentlich feiert. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern wie wir dazu gekommen sind. So standen wir vor der Tür und versuchten denen am anderen Ende klar zu machen das wir rein wollten, was irgendwie nicht klappte zumal wir noch nichteinmal verkleidet waren. Zufällig kam ein Spanier mit einem Schminkkoffer vorbei, den wir gleich ansprachen. So wurden wir dann von ihm auf der Straße angemalt und kamen durch ihn auch rein. Erstaunlicherweise kannte man dann dort wieder ein Haufen Leute, wobei man auch nicht wusste wie diese da hingekommen sind. Ist ja auch egal, es wurde sehr lustig.

Ansonsten gab es bis jetzt noch einige weitere Partys, von denen jetzt einzeln zu berichten a) zu stressig und b) auch zu langweilig wird.

Nur noch ein Beitrag zum Thema Spanische Episoden:

*Eine Freundin sagte zu ihren Mitbewohnern, dass sie den Abend auf eine Party gehen wollte. Als sie dann um drei wieder zu Hause auftauchte, fragte sie ihre Mitbewohnerin etwas überrascht: 'ich dachte du wolltest heute Abend weg gehen?' denn sie war grad mit Freunden dabei vorzuglühen.

In einer Vorlesung muss ich nächsten Mittwoch einen 20minütigen Vortrag über Akusto-Optik auf Spanisch halten. Ich nehme gerne Mitleidsbekundungen oder Schokoladenspenden entgegen. So damit bin ich wieder in der Gegenwart angelangt und hoffe, dass ich in Zukunft es auch wieder regelmäßig schaffe, den Blog zu aktualisieren.

Comments:
Akusto-Optik auf spanisch?!

Ok mein Mitleid hast du, aber meine Schokolade es ich selber
 
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